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Everglades: Eingeschleppte Pythons rotten einheimische Säuger aus

Python auf einem Alligator Nach einem Bericht in dem Wissenschaftsmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ sind im Everglades-Nationalpark aus Süd- und Südostasien eingeschleppte Tigerpythons verantwortlich für einen drastischen Rückgang der Säugetiere im tropischen Marschland von Florida. Auch in der Nähe der Stadt Miami wurden die bis zu 5 Meter lang werdenden Schlangen schon gesichtet. Wissenschaftler hatten bereits in den 1990er Jahren die Zahl der Säugetiere in den Everglades erhoben. Damals gab es noch eine asiatischen Riesenschlange in den Sümpfen. Im Zeitraum 2003 bis 2011 wurden erneut Zählungen durchgeführt. In den Bereichen, in denen sich die Schlangen ausgebreitet hatten, musste man einen dramatischen Rückgang von Säugetieren feststellen. Die Population von Waschbären, Opossums und Luchsen war um bis zu 99 Prozent zurückgegangen. Kaninchen und Füchse wurden in den Schlangengebieten keine mehr gesichtet. Um das Ökosystem zu schützen, wurden in den letzten Jahren etwa 2000 Exemplare der Schlangen gefangen, was die weitere Ausbreitung offensichtlich nicht wesentlich beeinflusst hat. Auch seltene Arten wie Waldstorch oder die Key Largo-Buschratte werden von den Pythons als Nahrung nicht verschmäht.

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